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  Qntal   



Ornamentik mit Symbolcharakter

Schon 1992 als QNTAL ihr Debütalbum vorlegten, zierte ein lichtdurchflutetes Ornament das Cover, das an die prächtigen Fensterrosetten gotischer Kathedralen erinnerte. Seither tauchte dieses grafische Element auf jeder Veröffentlichung auf - in immer neuen Variationen. Hatte sich die Form zuletzt bei "Silver Swan" zu einer Fibel verfestigt, so löst sie sich nun wieder auf, wird transparent - ganz dem Titel von QNTAL VI gemäß: "Translucida".

"Silver Swan" entführte in eine klanglich opulente Parallelwelt. Mit QNTAL VI legen Michael Popp, Syrah (bürgerlich: Sigrid Hausen) und Philipp Groth nun das passende Gegenstück zu diesem Epos vor. War das Bestreben zuletzt, die elektronischen Anteile der Musik möglichst organisch klingen zu lassen, so nähern sich diesmal die mittelalterlichen Klänge der Elektronik an. Mit seiner klaren Tonsprache ist "QNTAL VI - Translucida" wieder verstärkt unserer Zeit zugewandt. Das schließt den Blick zurück nicht aus. Die Musik QNTALs bleibt nach beiden Seiten durchsichtig: wie ein Fenster.


Alte Musik und Avantgarde

Die Moderne ins Mittelalter und das Mittelalter in die Moderne zu tragen - dieser Ansatz zeichnet das Schaffen von QNTAL aus, seit Michael Popp und Syrah, beide Absolventen des Mozarteums in Salzburg, die Band 1991 zusammen mit Ernst Horn ins Leben rufen. Beide hatten sich während des Studiums eingehend mit alter Musik befasst. Im Anschluss war Michael Popp als freier Theatermusiker und -komponist am Wiener Burgtheater oder den Münchner Kammerspielen tätig und dort wie in der freien Theaterszene an zahlreichen Inszenierungen beteiligt, zudem als Live-Gitarrist und Mittelalterinstrumentalist mit Ernst Horn bei DEINE LAKAIEN aktiv und gemeinsam mit Syrah und ESTAMPIE mit einer eigenen Interpretation mittelalterlicher Musik befasst.

Nun also QNTAL. Der Brückenschlag zwischen Historie und Avantgarde. Erste Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Mit "Ad Mortem Festinamus" vom Debüt "QNTAL I" kann die Band einen ersten Clubhit verzeichnen. "QNTAL II" legt mit Walter von der Vogelweides "Palästinalied" nach. Das Trio begnügt sich nicht damit, mittelalterliches mit Beats aufzupeppen. QNTAL vermitteln Gefühls- und Gedankenwelten, die für das 12. und das 21. Jahrhundert Gültigkeit besitzen: Liebe, Trauer, Sehnsucht, Schönheit, Transzendenz. Wie das Glasornament in der gotischen Architektur bildet die Musik von QNTAL einen Fokus von hoher suggestiver Kraft. Das Austreten aus dem Alltag ist für den Hörer am Ende ebenso möglich, wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Realität.


Die Reise zum silbernen Schwan

Gemeinsam mit dem für Ernst Horn zur Band gestoßenen Produzenten und Keyboarder Philipp Groth widmen sich QNTAL im Jahr 2003 dem Sagenkreis um Tristan und Isolde. Ein Zuwachs an klanglichen Details und die Verdichtung der einzelnen Stücke zu einem Konzeptalbum setzen neue Maßstäbe. Auch vom Erfolg her: "QNTAL III" erreicht Platz 2 der Deutschen Alternative Charts. Die Magie der Live-Auftritte von QNTAL dokumentiert eine erste DVD, die einen Konzertmitschnitt aus dem Leipziger Schauspielhaus enthält.

Auf "QNTAL IV - Ozymandias" weitet die Band im Anschluss den zeitlichen Horizont ihres musikalischen Universums aus, indem sie ein Gedicht des englischen Romantikers Percy Shelley vertont, mit dem Lautenlied "Flow" die Renaissance und mit Henry Purcells Arie "Remember Me" das Zeitalter des Barock mit einbezieht. Der Kern des QNTAL-Stils bleibt jedoch unangetastet. Mit den Neuerungen geht die Verfeinerung alter Stärken einher. Resultat: die Single "Cupido" steigt bis auf Platz 1 der Deutschen Alternative Charts.

"QNTAL V - Silver Swan" schließlich ist eine epische Reise durch eine andere Wirklichkeit. Ein Filmscore ohne Film, sieht man vom stimmungsvollen Videoclip zu "Von den Elben" ab. Hier kommen QNTAL dem Ziel einer neu erschaffenen alten Musik ganz nahe. Doch die andere, die elektronische Seite ist nur einen Schulterblick entfernt.


"Translucida" - zwischen Vergangenheit und Zukunft

Nun kehren QNTAL der Feenwelt den Rücken. Glockenhelle Sounds bringen auf "Translucida" die Wurzeln der Band wieder ans Licht. Statt großer Gesten dominiert schlichte Eleganz. Durchsichtige Arrangements lenken die Aufmerksamkeit ganz auf Syrahs facettenreichen Gesang, dem sich diesmal keine chorischen Passagen hinzugesellen. Vom irisierend schwebenden Opener "Sleeping" bis zur "Passacaglia", mit der die schwermütige Seite Antonio Vivaldis offenbart wird, durchmisst die Ausnahmestimme der klassisch geschulten Sängerin die unterschiedlichsten Klangräume. Neben getragen Momenten finden sich auf dem mittlerweile sechsten QNTAL-Werk auch weitere Kandidaten für den Clubeinsatz. "Sumer" etwa, "Ludus" oder auch "Glacies", ein mittelalterliches Tanzstück, das konsequent synthetisiert wurde, ohne die ihm innewohnende Lebensfreude zu schmälern.

"QNTAL VI - Translucida" führt Vergangenheit und Gegenwart gleich im doppelten Sinne zusammen: Im Hinblick auf die Geschichte und in Bezug auf die Biografie der Band. Das Album eröffnet mit seiner ausgewogenen Mischung aus Rückbesinnung und Innovation die Möglichkeit, wahlweise zurück zu blicken oder nach vorn: QNTAL sind auch 2008 auf beiden Seiten des Zeitstrahls zu finden.



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  More Infos & Contact:

  www.qntal.de
  www.myspace.com/qntal
  www.drakkar.de

  Members:

  Syrah - Vocals
  Michael Popp - Vocals, Fidel, Saz,
  Shalmei, Ud, Tar
  Fil - Keyboards, Vocals,
  Guitars, Programming

  Releases:


"Purpurea - Best of"
(2CD, 2008)


"Translucida" (2008)


"Silver Swan" (2006)


"Ozymandias" (2005)


"Tristan und Isolde" (2003)


QNTAL II (1995)


QNTAL I (1992)




 


 
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